Schön Klinik Neustadt lädt zu besonderem Tanzkurs ein. Im Wiegeschritt zu mehr Lebensfreude.
Unter dem Titel “Tanzen bei Morbus Parkinson – Im Wiegeschritt zu mehr Lebensfreude” lädt die Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie der Schön Klinik Neustadt am 21. Februar 2013 (Donnerstag) von 18 bis 20 Uhr Parkinson-Betroffene und deren Angehörige sowie auch weitere Interessierte zu einem ganz besonderen Tanzkurs ein.
Die ausgebildete Ergo- und Tanztherapeutin Birgit Damrau, die über den Übungsleiterschein „Neurologischer Rehabilitationssport“ mit dem Schwerpunkt Morbus Parkinson verfügt, wird das Konzept “Tanzen bei Morbus Parkinson” zunächst kurz theoretisch vorstellen. Anschließend haben dann alle Teilnehmer die Gelegenheit dies auch selbst praktisch auszuprobieren und zu erleben.
Tango, Walzer oder Foxtrott verbessern die Balance, Gehgeschwindigkeit und Schrittlänge von Parkinson-Patienten. So das Ergebnis einer Studie der Universität Freiburg. Gerade beim Tango zeigte sich ein noch deutlicherer positiver Effekt: Patienten, die krankheitsbedingt mitten in ihrer Bewegung erstarren oder „einfrieren“ – ein bei Parkinson-Patienten nicht selten auftretendes Phänomen – schaffen es auf einmal sich im Fluss der Musik ohne Stocken oder Innehalten zu bewegen.
Warum gerade Tanzen bei Parkinson-Patienten so positive Effekte zeigt, haben bereits weitere Studien untersucht. Wichtig sind demnach vor allem die Hinweisreize: Unterstützung der Bewegung durch Musik, Kontakt mit einem Partner und das Beobachten der Bewegungen anderer. Wer sich die Tanzschritte im Kopf bereits vorstellen kann, in Bewegungsmustern denkt, der kann sich viel besser bewegen. 1-2-3-4 – beim Tanzen ist der Kopf dem Körper ein wenig voraus.
Spezielles logopädisches Training verbessert Sprechverständlichkeit
Im Rahmen der Veranstaltung wird sich außerdem Christine Gebert, die seit Anfang 2013 neu als Logopädin an der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie tätig ist, den Teilnehmern vorstellen. Die erfahrene Expertin hat sich auf die Bereiche Dysphagie (Schluckstörung) sowie vor allen Dingen auf Logopädie bei Morbus Parkinson spezialisiert und ist seit 2005 LSVT-Therapeutin („Lee Silverman Voice Treatment“). Diese spezielle, aus den USA stammende Therapiemethode für Parkinson-Patienten beinhaltet ein intensives Stimmtraining, das die Sprechlautstärke erhöht und insgesamt eine Verbesserung der Verständlichkeit erreicht.
Die Teilnahme an dem Kurs „Tanzen bei Morbus Parkinson“ ist kostenfrei; Snacks sowie Getränke stehen ebenfalls kostenlos zur Verfügung. Aufgrund begrenzter Raumkapazitäten wird um eine vorherige Anmeldung bei Gudrun Böttcher (Telefon: 04561 54-1041 bzw. per Mail unter
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) gebeten.
Tanzen kann bei Parkinson-Patienten positive Effekte haben.




